Kriterien und Mindestpreis

Eine Frau und ein Mädchen

Kriterien:
Für jedes Fairtrade-gesiegelte Produkt gibt es spezielle Fairhandelskriterien. Die wichtigsten sind unter anderem der direkte Handel mit den Produzentengruppen unter Ausschluss von Zwischenhändlern, Zahlung von Mindestpreisen, die über dem Weltmarktniveau liegen, Zahlung von Prämien, Vorfinanzierung sowie langfristige Lieferbeziehungen.

Mindestpreis:
Rohstoffe wie Kaffee, Kakao, Zucker oder Orangensaftkonzentrat werden an den Börsen gehandelt. Dort setzt sich der Preis aus Angebot und Nachfrage sowie Spekulationen über zukünftige Geschäfte zusammen. Die Produzentengruppen haben auf dieses System keinen Einfluss.
Bei dem Fairen Handel mit dem Fairtrade-Siegel gelten Mindestpreise, die von der Fairtrade Labelling Organization (FLO) in Absprache mit den Produzenten und den nationalen Mitgliedsorganisationen festgesetzt werden. Diese sind unabhängig von den Preisschwankungen auf den Märkten zu bezahlen. Sie decken sowohl die Produktionskosten ab als auch die alltäglichen Lebenshaltungskosten. Auf jeden Fall erhalten die Produzentengruppen durch den Fairen Handel immer bessere Preise als auf dem konventionellen Markt.