Teeplantage Samabeong in Indien

Teeplantage Samabeong

Wie der Faire Handel das Leben der Teepflücker veränderte

Ihre Leidenschaft:
Wo eine Wille ist, ist auch ein Weg: Mit ihrem großen Einsatz haben die 180 Familien, die auf der Samabeong-Tee-Plantage zwischen Darjeeling und der Grenze zu Bhutan leben, zu einer echten Erfolgsstory des Fairen Handels beigetragen.

Seit nunmehr elf Jahren wird der gesamte Tee dieser Plantage über die gepa vertrieben. Mit dem Fairtrade-Siegel ist dieser erstklassige, kontrolliert biologisch angebaute Tee aus Indien ebenfalls versehen.

Ihr Alltag:
Das Besondere an Samabeong ist die Selbstverwaltung. Ein Management arbeitet Hand in Hand mit dem Worker-Komitee, einer Art Betriebsrat. Dabei wird auch gemeinsam über die Verwendung des "Social Welfare Fund" (Fairhandels-Mehrpreise) beraten. Zum Worker-Komitee gehören vier Frauen und sechs Männer.

Ihre Arbeit besteht darin, die Lebensqualität der Teepflücker zu erhöhen. Dies kann durch die Erhöhung des Einkommens geschehen oder durch soziale Maßnahmen wie Fortbildungskurse. Aber auch banale Dinge wie die Stromversorgung spielen eine Rolle. "Noch haben hier im Garten erst 12 Familien regelmäßig elektrisches Licht - die restlichen Familien sitzen nach wie vor im Dunkeln. Das muss sich unbedingt ändern, da sich der Tagesablauf nach dem Licht richtet. Mit elektrischem Licht wäre der Tagesablauf wesentlich weniger hektisch, da viele Tätigkeiten dann auch abends zu erledigen wären," sagt Binla Gurung, Mitglied des Worker-Komitees.

Fair geht's besser:
Binla ist 34 Jahre alt und seit einem Jahr Mitglied im Komitee. In den vergangenen Jahren hat sich auf Samabeong vieles positiv verändert. "Früher waren wir unmotiviert, die Kinder liefen ständig dreckig herum. Es gab keine Ideen, das Leben zu gestalten. Jetzt ist vor allem für die Frauen vieles besser geworden. Wir haben Mitspracherechte und können unsere Interessen vorbringen", erzählt Binla.

Der Faire Handel ermöglichte der Kooperative Neuerungen, an die vorher kaum zu denken war. So wurde 1996 eine Schule für 200 Kinder eröffnet, die Gehälter der sechs Lehrer werden aus dem Fonds bezahlt. Diese Schule ist auch für die Kinder aus den umliegenden Dörfern zugänglich. "Ich kann nur Tee pflücken - meine Kinder haben jetzt die Möglichkeit zu lernen. Das macht mich stolz und lässt mich zufrieden in die Zukunft blicken!"

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