Datteln

Über Datteln

Wie funktioniert der Faire Handel mit Datteln?

Welche Kriterien erfüllen die Produzenten?

Was müssen die Importeure und Hersteller für das Siegel tun?

Über Datteln

Datteln

Weltweit werden jährlich über 6,5 Mio. Tonnen Datteln geerntet. In den Anbauländern stellen Datteln ein wichtiges Grundnahrungsmittel dar, denn sie sind zumeist die einzigen Pflanzen, die in den oft kargen Anbaugebieten wachsen. Die Früchte haben generell einen hohen Anteil von leicht verdaulichem Zucker und Eiweiß, einen sehr hohen Nährwert  und enthalten viele Vitamine und Calcium.  

Die zwei Fairtrade-zertifizierten Kleinbauernkooperativen, die die Datteln nach Deutschland liefern befinden sich in Tunesien. Tunesien gehört nicht zu den führenden  Anbauländern, trotzdem gibt es  auch dort viele Menschen, die  vom  Anbau der Frucht abhängig sind und so ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.  Ohne den Fairen Handel bekommen die Bauern und Arbeiterinnen für ihre Datteln nur geringe Preise, von denen nicht einmal die Produktionskosten gedeckt werden können.

Wie funktioniert der Faire Handel mit Datteln?

Ohne den Fairen Handel erhalten die Produzenten  einen zu geringen Preis für ihre Datteln, von dem sie sich und ihre Familien kaum ernähren können. Fairtrade bedeutet für die Bauern und Arbeiterinnen, dass sie einen fairen Mindestpreis für ihre Früchte bekommen und dass ihnen zusätzlich noch eine Fairtrade-Prämie bezahlt wird, mit der dann soziale Gemeinschaftsprojekte finanziert werden können.

Welche Kriterien erfüllen die Produzenten?

Fairtrade stärkt gezielt Kleinbauern, die sich in Genossenschaften organisiert haben.

Genossenschaften, die ihre Datteln  zu fairen Bedingungen verkaufen wollen, müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Verbot von Zwangs- und illegaler Kinderarbeit.
  • Die einzelnen Genossenschaften sind offen für neue Mitglieder und lehnen jegliche Form von Diskriminierung ab.
  • Die jeweilige Organisation ist unabhängig und wird von ihren Mitgliedern demokratisch kontrolliert. Dies gilt besonders für die Verwendung des Mehrerlöses aus dem Fairen Handel.
  • Transparenz von Management und Verwaltung müssen gegeben sein.
  • Die Genossenschaften müssen politisch unabhängig sein und eine demokratische Struktur aufweisen.

Was müssen die Importeure und Hersteller für das Siegel tun?

Nur wer sich vertraglich verpflichtet die Kriterien des Fairen Handels einzuhalten und dies von der Flo-Cert GmbH  kontrollieren zu lassen, darf seine Datteln mit dem Fairtrade-Siegel auszeichnen. Folgende Bedingungen müssen eingehalten werden:

  • Die Importeure und Hersteller zahlen den Genossenschaften einen festen Mindestpreis, der in jedem Fall die Produktionskosten deckt. Der Mindestpreis liegt bei  81 Cent  pro Kilogramm. Für Bio-Datteln werden 89 Cent pro Kilogramm bezahlt.
  • Zusätzlich muss eine Fairtrade-Prämie gezahlt werden, über deren Verwendung die Genossenschaft entscheiden darf. Die Fairtrade-Prämie liegt bei 15 Cent  pro Kilogramm Datteln.
  • Auf Wunsch muss eine Vorfinanzierung der Ernte von 60 Prozent des Vertragspreises gewährleistet werden.
  • Es müssen langfristige und stabile Handelsbeziehungen angestrebt werden.
  • Es ist eine Lizenzgebühr von  3  Cent pro Kilogramm an TransFair zu zahlen. Diese Gebühr schmälert nicht das Einkommen der Produzenten, denn sie wird zusätzlich zu dem festgelegten Mindestpreis bezahlt.