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15 Jahre effektive Armutsbekämpfung mit TransFair
Prominente Unterstützung für das TransFair-Jubiläum: Vor einem überdimensional großen Kaffeepäckchen wurde vor dem Kölner Dom das 15jährige Bestehen der Siegelinitiative des Fairen Handels gefeiert.
Köln, 15. Juni 2007: Prominente Unterstützung für das TransFair-Jubiläum. Karin Kortmann, parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Dr. Norbert Blüm, ehemaliger Arbeitsminister, Marie Luise Marjan, Schauspielerin und Marc Sahr und Ferenc Husta von den Wise Guys feierten vor einem überdimensional großen Kaffeepäckchen vor dem Kölner Dom das 15jährige Bestehen der Siegelinitiative des Fairen Handels.
Karin Kortmann, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium resümierte auf der Jubiläumspressekonferenz: "Der Faire Handel bietet nicht nur hervorragende Produkte an, sondern ist selbst zu einem der erfolgreichsten Produkte der Entwicklungszusammenarbeit geworden. Er hat sich von einem Nischenangebot zu einem Markenartikel in den führenden Handelsketten entwickelt. Dank des wachsenden Interesses von Verbraucherinnen und Verbrauchern, nimmt das Interesse an gesunden Produkten, an fairen Arbeits- und Handelsbedingungen und fairen Löhnen weiter zu. Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte leisten sie jeden Tag einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung."
César Rivas, Geschäftsführer der Kaffeekooperative La Florida in Peru erklärte die Vorteile von Fairtrade: "Die Fairtrade-Preise ermöglichen uns ein besseres Leben. Zusätzlich können wir über die Fairtrade-Prämie soziale Projekte verwirklichen, wie den Bau einer Grundschule und die Vergabe von Kleinkrediten."
200 Millionen Euro Direkteinnahmen für Produzentengruppen
Seit 15 Jahren schafft die Siegelinitiative TransFair faire Chancen für Kleinbauern und Plantagenarbeiter in Afrika, Asien und Lateinamerika. In dieser Zeit wurden in Deutschland über 100.000 Tonnen Fairtrade-gesiegelte Produkte verkauft, die einen Umsatz von 850 Millionen Euro erzielten. "Die Partnergruppen in den Entwicklungsländern erwirtschafteten somit 200 Millionen Euro Direkteinnahmen", fasste Norbert Dreßen, Vorstandsvorsitzender von TransFair zusammen. Zu diesem freudigen Anlass verteilten die prominenten Unterstützer Fairtrade-Rosen an die Passanten der Domplatte.
Globalisierung fair gestalten
Von der Arbeitsgemeinschaft Kleinbauernkaffee hin zum weltweit größten Sozialzertifizierer blickt TransFair auf eine bewegte Geschichte im Fairen Handel zurück. Inzwischen sind Fairtrade-gesiegelte Produkte in 27.000 Supermärkte und allen Weltläden und Naturkostläden erhältlich. Nach Kaffee folgten Tee, Kakao, Schokolade, Honig, Fruchtsäfte, Bananen, Wein, Eis, Gebäck, Reis, Fußbälle und Rosen. "Im letzten Jahr haben 16 Millionen Menschen TransFair-Produkte gekauft, damit haben wir endgültig die Nische verlassen", sagte Dieter Overath, der die Geschicke von TransFair seit 1992 als Geschäftsführer lenkt. "In Zeiten der Globalisierung zeigt TransFair, dass Handeln unter sozialen und ökologischen Aspekten möglich ist", analysierte Overath den Erfolg der Initiative.
Umstellung auf internationales Logo
Mit dem heutigen Jubiläum verzichtet TransFair auf die Nennung der Wortmarke "TransFair" im Produktsiegel. Damit ist die Umstellungsphase nach vier Jahren auf das international einheitliche Siegel in der Wort- und Bildmarke abgeschlossen. Das einheitliche Siegel erleichtert den internationalen Warenverkehr. Schon 42 Prozent der Deutschen erkennen das neue Siegel.
15 Jahre TransFair: das Online-Quiz
Pünktlich zum Geburtstag geht das Fairtrade-Quiz online. 15 Wochen lang stellt TransFair wöchentlich neue Fragen aus dem Fairen Handel. Der Hauptpreis ist eine Reise nach Peru zu Fairtrade-Produzenten.
Bessere Lebensbedingungen für Produzenten
Die Kaffeekooperative La Florida ist eine von 600 Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die vom Fairen Handel profitieren.
Mit Hilfe der Fairtrade-Gelder wurde in der abgeschiedenen Region Straßen und Schulen gebaut und ein landwirtschaftliches Fortbildungszentrum für Kaffeebauern eingerichtet, in dem die neusten Anbaumethoden unterrichtet werden. Ein Teil der Fairtrade-Prämie wird für die Umstellung auf ökologischen Landbau genutzt. Und das langjährige Qualitätsmanagement des Fairen Handels führte dazu, dass die Preisabschläge aufgrund mangelnder Qualitäten schon lange der Vergangenheit angehören.
TransFair e.V.
TransFair vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair e.V. wird von 36 Organisationen wie zum Beispiel Misereor, Brot für die Welt, UNICEF, BUND und der Verbraucher Initiative getragen. Für 1,4 Million benachteiligte Produzentenfamilien in 59 Ländern schafft der Faire Handel mit dem Siegel nachhaltig bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Produkte mit Fairtrade-Siegel sind in über 27.000 Supermärkten, Weltläden und vielen Naturkostmärkten sowie in 800 Kantinen und Hotels erhältlich.
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