Eine Brücke für Reisbauern in Khaddar
Im Norden von Indien, in der Region Luxar, an den Ufern des Ganges und am Fuße des Himalaja befindet sich der Standort für das Basmati Reis Projekt Khaddar.
Genau hier, in dem traditionsreichen Anbaugebiet für Basmati Reis, arbeitet auch Kashmeer Shing. Der 52-jährige Reisbauer lebt mit seinen fünf Brüdern und deren Familien auf einem Hof. Gemeinsam mit seinen drei Söhnen pflanzt er auf zweieinhalb Hektar Basmati an. "Mit dem zusätzlichen Geld von TransFair hat unsere Dorfgemeinschaft eine Brücke gebaut. Früher mussten wir mit dem Reis auf dem Kopf nach der Ernte durch einen Kanal waten. Das war sehr mühsam und zeitaufwändig, da uns das Wasser bis zum Bauch reichte", sagt Kashmeer Shing. Heute kann er mit dem Ochsenkarren über die Brücke fahren.
Das Projekt Khaddar verfolgt die Fairtrade Kriterien. Das Prinzip ist einfach: Reisbauernfamilien wie die von Kashmeer Shing erhalten für ihren Reis vertraglich abgeschlossene Mindestpreise, die garantiert über dem Weltmarktpreis liegen. Außerdem wird eine Fairtrade-Prämie von 30 Euro pro Tonne Reis an die Produzentenorganisationen gezahlt. Auch die Brücke, über die Kashmeer Shing seinen Reis transportiert, wurde von der Prämie finanziert. Die Produzenten können selber bestimmen, für welche Projekte das Geld eingesetzt wird.
Durch die Einhaltung der Fairhandelskriterien ist sichergestellt, dass die Menschen vor Ort eigenverantwortlich wirtschaften, ihre Existenz sichern können und soziale Mindeststandards in punkto Gesundheit und Bildung erreichen.
In Khaddar sind außerdem der Aufbau einer medizinischen Basisversorgung, eines besseren Schulsystems und eines Telefonnetzes geplant.
"Als nächstes wollen wir auch noch die schmale Straße pflastern, die unser Dorf mit den Feldern verbindet", sagt Kashmeer Shing. "Bisher verwandelt sie der starke Monsunregen immer in eine Schlammwüste!"

