
Der Weltmarkt für Gewürze und Kräuter ist in der Hand von nur zwei großen Firmen. Im Gegensatz dazu findet der Anbau von Kräutern und Gewürzen weit verstreut, in abgelegenen Gebieten auf den Feldern tausender Kleinbauern statt.
Die Marktpreise für viele Gewürze und Kräuter liegen häufig unter den Produktionskosten. Zudem werden in immer mehr Ländern Gewürze oder Kräuter produziert, wodurch die Weltmarktpreise weiter sinken.
Im Gegensatz zur starken Marktkonzentration findet der Anbau von Kräutern und Gewürzen weit verstreut in abgelegenen Gebieten auf den Feldern tausender Kleinbauern statt.
Der Einkauf im Supermarkt – tagtäglich treffen Kunden kleine Entscheidungen, die für Produzenten rund um den Globus weit reichenden Folgen haben können.
Auch wenn die Produktion von Kräutern und Gewürzen sich gut für Kleinbauen-Familien-Betriebe eignet, werden die Produzenten mit den üblichen Problemen konfrontiert, die der Weltmarkt mit sich bringt: Angebot und Nachfrage von Kräutern und Gewürzen schwanken und sind abhängig von Wetterlagen, Produktions-Methoden und neuen Vorlieben von Verbraucher und Herstellern.
Dadurch, dass in den letzten Jahren die Anzahl der Länder, in denen Kräutern und Gewürzen produziert werden, gestiegen ist, kam es zu einem Überangebot und einem plötzlichen Abfall des Marktpreises.
Am Beispiel des schwarzen Pfeffers – das weltweit am häufigsten verwendete Gewürz – werden die Folgen für die Kleinbauern besonders deutlich: Kleinbauern-Familien die Pfeffer anbauen, leiden unter den schwankenden Marktpreisen. In der letzten Zeit wird in immer mehr Ländern schwarzer Pfeffer angebaut – zum Beispiel in Vietnam. Dadurch ist der Preis für das Gewürz stark gefallen. Heute ist der Marktpreis für schwarzen Pfeffer niedriger als 1990 und liegt weit unter den Produktionskosten.
2005 wurden von Fairtrade Standards für Kräuter und Gewürze entwickelt um Kleinbauern neue Zugänge zum Markt zu ermöglichen. Seit der Einführung der Fairtrade-Standards bekommen die Bauern zusätzlich zum Erlös aus dem Verkauf ihrer Produkte eine Fairtrade-Prämie ausgezahlt, mit der sie Gemeinschaftsprojekte finanzieren können.
Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen werden die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut.
Fairtrade-Standards Kräuter und Gewürze (engl.)
Datenbank mit Fairtrade-Mindestpreisen (engl.)
Fairtrade-Produzentengruppen (engl.)